Als ich das erste Mal von „Butter Chicken“ hörte, stellte ich mir ein fettiges, schweres Gericht vor. Aber dann probierte ich eine vereinfachte Version – cremig, würzig, ohne komplizierte Technik – und war sofort begeistert. Was mich besonders überzeugt hat: Man braucht nur einen einzigen Topf, die Vorbereitung dauert kaum 15 Minuten und das Ergebnis schmeckt wie aus dem Restaurant. Genau das Richtige für einen stressigen Alltag, wenn man trotzdem etwas Besonderes genießen möchte.

Warum dieses Rezept besonders ist
„Indisches Butterhuhn“, auch bekannt als „Butter Chicken“, ist ein Klassiker der indischen Küche, der normalerweise aus einer marinierten Hähnchenbrust in einer samtig-würzigen Sauce besteht. Was dieses Rezept so genial macht: Alle Zutaten kommen roh in den Slowcooker oder Topf – kein Anbraten, kein Vorbereiten in Etappen. Es ist ein typisches easy sheet pan dinner, nur eben im Schongarer. Ideal für Einsteiger, Berufstätige oder alle, die schnelle, gesunde und aromatische Küche lieben. Trotz der exotischen Gewürze ist das Gericht mild genug für empfindliche Gaumen und lässt sich beliebig anpassen.
Zutaten und ihre Rolle im Gericht
Zwiebel
Sorgt für eine süßlich-milde Grundnote und bildet das Aromabett im Slowcooker.
Hühnerbrustfilet
Zart und proteinreich, nimmt die Gewürze und Sauce gut auf. Wer mag, kann auch Hähnchenschenkel verwenden, die noch saftiger bleiben.
Knoblauch & Ingwer
Unverzichtbar in der indischen Küche. Sie bringen Schärfe, Tiefe und fördern die Verdauung.
Currypulver
Die Hauptgewürzmischung – je nach Vorliebe mild oder scharf. Gibt dem Gericht seine charakteristische Farbe und Note.
Rote Currypaste
Für mehr Schärfe und Tiefe. Kann auch weggelassen oder durch Harissa ersetzt werden.
Kurkuma
Schenkt ein warmes Gelb und ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.
Garam Masala
Eine aromatische Gewürzmischung, die dem Gericht den typischen indischen Touch verleiht. Kann selbst gemischt oder gekauft werden.
Salz & Chilipulver
Zum Abschmecken. Besonders wichtig bei mildem Currypulver.
Tomatenmark
Sorgt für Säure, Farbe und Umami.
Kokosmilch
Macht die Sauce cremig und balanciert die Gewürze aus. Alternativ geht auch Sahne, ist aber weniger exotisch.
Joghurt
Säuerlich-frisch und hilft, die Sauce zu binden. Vegane Alternative: Sojajoghurt.
Flüssige Butter (oder Ghee)
Verleiht dem Gericht seinen Namen und eine buttrige Tiefe. Vegane Alternative: pflanzliche Margarine.
Optional zum Servieren:
Basmati-Reis, Naan-Brot, gehackte Frühlingszwiebeln – für den perfekten Abschluss.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1
Die Zwiebel fein hacken und als erste Schicht auf den Boden des Slowcookers oder Topfes geben.
Schritt 2
Die Hühnerbrustfilets in mundgerechte Stücke schneiden und auf die Zwiebeln legen.
Schritt 3
In einer Schüssel alle restlichen Zutaten – Knoblauch, Ingwer, Currypulver, Currypaste, Kurkuma, Garam Masala, Salz, Chilipulver, Tomatenmark, Kokosmilch, Joghurt und Butter – gründlich verrühren.
Schritt 4
Die gewürzte Sauce über das Fleisch gießen. Nicht umrühren, das passiert später.
Schritt 5
Deckel aufsetzen und je nach Gerät auf HIGH für 3,5 Stunden, MEDIUM für 5 Stunden oder LOW für 7 Stunden garen.
Schritt 6
Vor dem Servieren einmal gut durchrühren. Mit frisch gekochtem Reis oder Naan servieren und mit Frühlingszwiebeln garnieren.
Tipp: Das Huhn ist gar, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt und innen nicht mehr rosa ist.
Tipps & Hinweise für Anfänger
Hilfe, mein Gericht ist zu scharf!
Ein Klecks Joghurt beim Servieren mildert sofort. Beim nächsten Mal weniger Currypaste oder Chilipulver verwenden.
Die Sauce ist zu flüssig?
Einige Minuten bei offenem Deckel einkochen lassen oder mit einem Teelöffel Speisestärke (in Wasser gelöst) binden.
Effizient vorbereiten:
Alles am Vorabend schnippeln und mischen. Morgens nur noch in den Topf geben und anschalten – fertig!
Kein Slowcooker?
Im normalen Topf bei mittlerer Hitze 40–50 Minuten köcheln lassen oder im Ofen bei 180 °C für etwa 1 Stunde garen.
Serviervorschläge
Basmati-Reis
Ideal, um die cremige Sauce aufzunehmen. Locker und duftend – passt perfekt.
Naanbrot
Frisch oder aufgetoastet – zum Dippen ein Muss. Wer es selbst backen möchte, kann ein einfaches Hefeteigrezept nutzen.
Raita oder Joghurt-Dip
Kühlen die Schärfe ab und bringen Frische auf den Teller.
Lagerung:
Reste halten sich im Kühlschrank 2–3 Tage. In einem luftdichten Behälter einfrieren klappt auch – beim Aufwärmen langsam erhitzen, damit die Sauce nicht gerinnt.
Lust auf mehr? Jetzt bist du dran!
Hast du schon mal indisches Butterhuhn selbst gemacht? Wenn nicht, ist jetzt der perfekte Moment! Dieses quick and healthy meal ist nicht nur köstlich, sondern auch ein echtes Wohlfühlgericht – ganz ohne Küchenstress. Schreib mir unten in die Kommentare, wie es dir gelungen ist, welche Gewürzvariante du gewählt hast oder mit wem du das Gericht geteilt hast. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!
FAQ zu Indisches Butterhuhn
1. Kann ich das Rezept auch ohne Slowcooker zubereiten?
Ja, du kannst das Rezept alternativ im normalen Topf bei mittlerer Hitze 40–50 Minuten köcheln oder im Ofen bei 180 °C etwa 1 Stunde garen.
2. Wie scharf ist das Gericht und lässt sich die Schärfe anpassen?
Die Schärfe lässt sich flexibel steuern. Verwende mildes Currypulver und verzichte auf Currypaste und Chilipulver, wenn du es lieber mild magst.
3. Welche Fleischalternativen kann ich verwenden?
Anstelle von Hühnerbrust kannst du auch Hähnchenschenkel oder sogar Putenfleisch verwenden. Für eine vegetarische Variante eignen sich Kichererbsen oder Tofu.
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Indisches Butterhuhn
- Total Time: 3 Stunden 45 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Diet: Halal
Description
Ein einfaches und aromatisches Rezept für indisches Butterhuhn aus dem Slowcooker – ideal für Anfänger, in nur 15 Minuten vorbereitet.
Ingredients
- 1 Zwiebel, feinst gehackt
- 800 g Hühnerbrustfilet, mundgerecht geschnitten
- 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
- 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), geschält und gerieben
- 1 EL Currypulver (mild oder scharf)
- 1 TL rote Currypaste (optional)
- 1 TL Kurkuma
- 1 EL Garam Masala
- 1/4 TL Salz
- Chilipulver nach Geschmack
- 70 g Tomatenmark (1 Döschen)
- 400 ml Kokosmilch (1 Dose)
- 2 EL Joghurt
- 2 EL flüssige Butter
- Zum Servieren: gekochter Basmati-Reis, Naanbrot, gehackte grüne Zwiebeln
Instructions
- Zwiebel fein hacken und auf den Boden des Slowcookers geben.
- Hühnerbrustfilets in mundgerechte Stücke schneiden und über die Zwiebel schichten.
- Knoblauch, Ingwer, Currypulver, Currypaste, Kurkuma, Garam Masala, Salz, Chilipulver, Tomatenmark, Kokosmilch, Joghurt und Butter in einer Schüssel gut verrühren.
- Die Sauce über das Huhn geben, ohne umzurühren.
- Im Slowcooker auf HIGH 3,5 Stunden, auf MEDIUM 5 Stunden oder auf LOW 7 Stunden garen.
- Nach dem Garen alles gut umrühren und mit Reis oder Naanbrot servieren. Mit Frühlingszwiebeln bestreuen.
Notes
- Die Schärfe kann individuell angepasst werden – Currypaste und Chilipulver nach Geschmack verwenden oder weglassen.
- Für eine vegetarische Variante Huhn durch Kichererbsen oder Tofu ersetzen.
- Rest lässt sich gut einfrieren und bis zu 3 Monate lagern.
- Im normalen Topf oder Ofen zubereitbar, falls kein Slowcooker vorhanden ist.
- Gewürze wie Garam Masala sind oft günstiger im türkischen Supermarkt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 3,5 Stunden
- Category: Hauptgericht
- Method: Slowcooker
- Cuisine: Indisch
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion
- Calories: 520
- Sugar: 5g
- Sodium: 720mg
- Fat: 32g
- Saturated Fat: 18g
- Unsaturated Fat: 12g
- Trans Fat: 0g
- Carbohydrates: 14g
- Fiber: 3g
- Protein: 42g
- Cholesterol: 125mg
